Infrarotkabine Erfahrungen: Richtig anwenden

Person sitzt entspannt in einer Infrarotkabine

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Vor dem ersten Saunieren in der eigenen Infrarotkabine stellen sich viele dieselben Fragen: Wie oft darf ich rein, wie lange, bei welcher Temperatur? Die gute Nachricht ist, dass Sie kaum etwas falsch machen können. Dieser Ratgeber fasst die wichtigsten Tipps für Einsteiger zusammen.

Mit der Zeit finden Sie Ihre eigenen Vorlieben heraus. Bis dahin geben Ihnen die folgenden Hinweise einen sicheren Rahmen für die Anwendung.

Tipps zur Infrarotkabinen-Anwendung

Für die Nutzung gibt es keine Altersbeschränkung. Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch die Wärme gönnen.

  • Auch Kinder dürfen die Kabine besuchen. Stellen Sie die Temperatur niedrig ein und prüfen Sie regelmäßig, ob es dem Kind zu warm wird.
  • Für ältere Personen ist die milde Wärme gut geeignet. Es gilt die einfache Regel: auf den eigenen Körper hören und die Kabine bei Unwohlsein verlassen.

Wer schwanger ist oder eine Vorerkrankung hat, klärt die Nutzung vorab ärztlich ab. Welche Gruppen besonders vorsichtig sein sollten, lesen Sie im Ratgeber zu den Risikogruppen.

Welche Temperatur und wie lange?

Bei den meisten Kabinen stellen Sie die Temperatur selbst ein, üblich sind 40 bis 60 Grad. Da der Körper durch die Strahlung direkt erwärmt wird, reichen oft schon niedrigere Werte für einen guten Effekt. Das spart zugleich Stromkosten.

Beginnen Sie niedrig und steigern Sie langsam, bis Sie Ihre persönliche Wohlfühltemperatur gefunden haben. Die Dauer liegt meist bei 20 bis 40 Minuten. Einsteiger starten mit kurzen Besuchen von rund 15 Minuten und dehnen sie nach und nach aus.

Wie häufig ist die Anwendung sinnvoll?

Für die Häufigkeit gibt es keine feste Grenze. Nutzen Sie die Kabine so oft, wie es Ihnen guttut. Viele Besitzer gönnen sich zwei- bis dreimal pro Woche eine Sitzung, gerade in der kalten Jahreszeit. Im Winter ist die Wärme besonders willkommen, im Sommer wird die Kabine an heißen Tagen oft seltener genutzt.

Infrarotkabine morgens oder abends?

Wann Sie die Kabine nutzen, ist Geschmackssache. Beide Zeiten haben ihren Reiz.

  • Morgens macht die Wärme munter und lockert den Körper für den Tag. Das kann ein angenehmer Start sein, besonders bei steifen Muskeln.
  • Abends wirkt die Wärme entspannend. Sie löst Verspannungen des Tages und kann das Einschlafen erleichtern.

Wer empfindlich auf Wärme reagiert, plant abends genug Abstand zur Schlafenszeit ein, da der Kreislauf nach der Anwendung noch etwas aktiviert ist. Probieren Sie beide Zeiten aus und bleiben Sie bei der, die Ihnen besser bekommt.

Mehrere Gänge oder am Stück?

Anders als bei einer finnischen Sauna sind in der Infrarotkabine keine mehreren Gänge mit Abkühlphasen nötig. Sie können die gesamte Dauer in einer Anwendung verbringen.

Eine lange Ruhephase danach ist nicht erforderlich. Gönnen Sie Ihrem Körper aber eine kurze Pause von fünf bis zehn Minuten. Das schont den Kreislauf. Trinken Sie vor und nach der Anwendung ausreichend.

Wann Sie die Kabine besser verlassen

An folgenden Anzeichen erkennen Sie, dass es Zeit ist, die Anwendung zu beenden:

  • Schwindel oder Kopfschmerzen
  • unangenehmes Kribbeln auf der Haut
  • ein stark erhitzter Stirnbereich
  • Schwäche, Muskelkrämpfe oder Müdigkeit

Verlassen Sie die Kabine zügig, wenn eines dieser Zeichen auftritt. Stellen Sie die Temperatur beim nächsten Mal niedriger ein und denken Sie daran, vorher genug zu trinken.

Sicherheits- und Hygieneregeln

Bei sachgemäßer Nutzung ist die Infrarotkabine sicher. Beachten Sie aber einige Punkte zum Schutz von Augen und Haut. Die kurzwellige IR-A-Strahlung kann bis zur Netzhaut vordringen. Schauen Sie deshalb nie direkt in die Strahler und tragen Sie in einer Vollspektrum-Kabine eine Schutzbrille. Berühren Sie die Strahler im Betrieb nicht und halten Sie ausreichend Abstand.

Für die Hygiene gilt:

  • Nutzen Sie die Kabine immer auf einem Handtuch.
  • Reinigen Sie die Kabine regelmäßig mit einem feuchten Tuch.
  • Lüften Sie nach der Nutzung, damit die Restfeuchte entweicht.

Wer diese Regeln beachtet, steht einer sicheren und langlebigen Nutzung nichts entgegen. Was die Wärme dabei für die Gesundheit leisten kann, lesen Sie im Ratgeber zur Wirkung der Infrarotkabine.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man die Infrarotkabine nutzen?
Für die Häufigkeit gibt es keine feste Grenze. Viele Besitzer nutzen die Kabine zwei- bis dreimal pro Woche, gerade im Winter. Wichtiger als die Zahl der Sitzungen ist, dass Sie auf Ihren Körper hören und sich nach jeder Anwendung wohlfühlen.
Wie lange darf man in der Infrarotkabine bleiben?
Eine Sitzung dauert in der Regel 20 bis 40 Minuten. Einsteiger beginnen mit etwa 15 Minuten und steigern langsam. Anders als in der finnischen Sauna sind keine mehreren Gänge mit Abkühlphasen nötig.
Infrarotkabine morgens oder abends nutzen?
Beides ist möglich, der Effekt unterscheidet sich. Morgens macht die Wärme munter und lockert den Körper für den Tag. Abends wirkt sie entspannend und kann das Einschlafen erleichtern. Wer empfindlich auf Wärme reagiert, plant abends genug Abstand zur Schlafenszeit ein.
Welche Temperatur sollte man einstellen?
Üblich sind 40 bis 60 Grad. Beginnen Sie niedrig und steigern Sie langsam, bis Sie Ihre Wohlfühltemperatur gefunden haben. Oft reichen niedrigere Werte für einen guten Effekt und sparen zugleich Strom.
Muss man sich nach der Infrarotkabine ausruhen?
Eine lange Ruhephase wie nach der Sauna ist nicht nötig. Eine kurze Pause von fünf bis zehn Minuten schont aber den Kreislauf. Trinken Sie vor und nach der Anwendung ausreichend.
Worauf muss man bei der Hygiene achten?
Setzen Sie sich immer auf ein Handtuch und reinigen Sie die Kabine regelmäßig mit einem feuchten Tuch. Lüften Sie nach der Nutzung, damit die Restfeuchte entweicht. So bleibt die Kabine hygienisch und langlebig.

Quellen