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Infrarotheizung Kosten: Stromverbrauch & Betriebskosten

In der Anschaffung sind Infrarotheizungen preiswerter als normale Heizungen wie Öl- und Gasheizungen. Das ist allgemein bekannt. Oft gelten Infrarotheizungen aber als teurer im laufenden Betrieb, denn sie arbeiten mit Strom. Bevor Sie sich von dieser Aussage täuschen lassen, sollten Sie aber auch die permanent steigenden Kosten für Gas und Öl im Blick behalten.

Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie teuer Infrarotheizungen in der Anschaffung und im Betrieb im Moment tatsächlich sind, von welchen Aspekten die Kosten abhängen und wie hoch die Betriebskosten bei anderen Heizlösungen ausfallen.

Infrarotheizung Kosten

Stromkosten einer Infrarotheizung

Der Infrarotheizung Verbrauch hängt in erster Linie davon ab, über wie viel Watt die Heizung verfügt. Je höher die Wattzahl ist, desto leistungsstärker ist die Heizung, allerdings klettern dann auch die Stromkosten umso stärker in die Höhe. Deshalb gilt es, einen Kompromiss zwischen Leistung und Energiekosten zu finden. Die Energiekosten, die eine Infrarotheizung verursacht, berechnen sich dabei mithilfe der folgenden Formel:

Stromkosten pro Stunde = Wattzahl in Kilowattstunden x Preis für eine Kilowattstunde Strom

In den folgenden Abschnitten erläutern wir Ihnen, welche Infrarotheizung Stromkosten Sie für Modelle mit 400 Watt, 1000 Watt und 2000 Watt im Durchschnitt pro Monat und Jahr einplanen sollten.

Beispielrechnung für eine Infrarotheizung mit 400 Watt

Eine 400-Watt-Infrarotheizung hat eine Leistung von 0,40 Kilowattstunden. Dieser Wert wird mit dem Stromkostenpreis multipliziert, der im Schnitt bei 28 Cent pro Kilowattstunde liegt. Die Betriebskosten für eine Stunde heizen mit der IR-Heizung liegen also bei etwa 11 Cent.

  • Die meisten Menschen heizen sechs Monate im Jahr, davon drei Monate lang acht Stunden und drei Monate lang lediglich vier Stunden am Tag, wenn es draußen milder ist. In den wärmeren Monaten belaufen sich die Stromkosten daher auf 44 Cent am Tag, also 13,20 Euro im Monat.
  • In den kalten Wintermonaten, in denen Sie acht Stunden täglich heizen, zahlen Sie am Tag 88 Cent und im Monat 26,40 Euro. Im gesamten Winterhalbjahr müssen Sie für eine 400-Watt-Infrarotheizung also Stromkosten in Höhe von 118,80 Euro einplanen.

Beispielrechnung für eine Infrarotheizung mit 1000 Watt

Die leistungsstärkere 1000-Watt-Infrarotheizung hat eine Leistung von 1,0 Kilowattstunden. Demzufolge schlägt diese IR-Heizung bei einem Strompreis von 28 Cent pro Kilowattstunde mit Kosten in Höhe von 28 Cent je Stunde Benutzung zu Buche.

  • Wenn wir nun wieder davon ausgehen, dass Sie mit der Heizung drei Monate lang täglich acht Stunden und drei weitere Monate lang täglich vier Stunden heizen, ergibt sich folgende Rechnung:
  • Gesamtkosten im Jahr = 28 Cent * 4 Stunden * 30 Tage * 3 Monate + 28 Cent * 8 Stunden * 30 Tage * 3 Monate. Dabei entstehen Gesamtkosten im Jahr = 100,80 Euro + 201,60 Euro. Also belaufen sich die Betriebskosten auf 302,40 Euro pro Heizperiode.

Beispielrechnung für eine Infrarotheizung mit 2000 Watt

Darüber hinaus gibt es auch Infrarotheizungen, die mit 2000 Watt laufen. Sie haben eine Leistung von 2,0 Kilowattstunden und kosten daher 56 Cent pro Stunde, wenn der Strompreis bei 28 Cent pro Stunde liegt. Die obige Rechnung ändert sich also wie folgt:

  • Gesamtkosten im Jahr = 56 Cent * 4 Stunden * 30 Tage * 3 Monate + 56 Cent * 8 Stunden * 30 Tage * 3 Monate. Gesamtkosten im Jahr = 67,20 Euro * 3 Monate + 134,40 Euro * 3 Monate
    Gesamtkosten im Jahr = 201,60 Euro + 403,20 Euro
  • Die Jahresstromkosten für den Betrieb der 2000-Watt-Infrarotheizung betragen also 604,80 Euro.

Anschaffungskosten: Wie teuer ist eine IR-Heizung?

Natürlich werden die Infrarotheizung Kosten nicht nur durch die Betriebskosten beeinflusst, sondern auch durch die Anschaffungskosten. Wie teuer eine moderne Infrarotheizung ist, hängt davon ab, für welches Modell Sie sich entscheiden und wie es konkret ausgestattet ist.

Deckenheizung

Für eine einfache Deckenheizung zahlen Sie je nach Leistung und Größe zwischen 150 und 500 Euro. Im Vergleich zu einer traditionellen Heizung ist das sehr preisgünstig. Die tatsächlichen Anschaffungskosten hängen aber auch davon ab, ob Sie bestimmte Ausstattungsbesonderheiten wünschen. So kostet eine Deckenheizung mit integriertem Licht mehr Geld als eine reine Heizplatte.

Bodenheizung

Fußbodenheizungen mit Infrarot sind im Vergleich zu anderen Fußbodenheizungen sehr preiswert in der Anschaffung. Preisgünstige Lösungen kosten ab 15 Euro pro Quadratmeter. Darüber hinaus ist eine IR-Heizung für den Fußboden auch noch sehr effizient und kostengünstiger im Verbrauch als die traditionelle Variante, weil nicht die Luft erwärmt wird, sondern durch Strahlungswärme die Objekte im Raum.

Wenn also eine Fläche von 20 Quadratmetern mit einer Bodenheizung ausgestattet wird, entstehen Kosten von 300€.

Stehende Heizung

Stehende Infrarotheizungen sind die günstigste Variante. Sie kosten zwischen 100 und 300 Euro – je nachdem, welche Wattzahl, Optik und Ausstattung Sie bevorzugen. So gibt es beispielsweise einfache, runde Heizstrahler mit einer Leistung von 2000 Watt für knapp 100 Euro.

Etwas teurer sind freistehende Heizplatten, die es in gerader und halbrunder Ausführung gibt. Sie kosten zwischen 130 und 170 Euro. Einige der stehenden Heizstrahler mit Infrarottechnologie können nur in der Wohnung genutzt werden. Es gibt aber auch Modelle, die sich zusätzlich für die Verwendung im Freien eignen und die dementsprechend etwas teurer sind.

Bildheizung

Bildheizungen sind eine beliebte Variante der Infrarotheizung. Anders als einfache Heizplatten für die Wand sind sie aber etwas teurer und liegen zwischen 500 bis 700 Euro, was daran liegt, dass das Bildmotiv für einen höheren Aufwand bei der Herstellung sorgt. Zudem hängt der Preis einer Bildheizung von der Größe und der Leistung ab. Welche durchschnittlichen Anschaffungskosten Sie einplanen sollten, können Sie der folgenden Liste entnehmen:

  • 300 bis 400 Watt Leistung; Größe von 600 x 600 Millimetern: 500 bis 600 Euro
  • 500 bis 600 Watt Leistung; Größe von 900 x 600  Millimetern: 600 bis 700 Euro
  • 700 Watt Leistung; Größe von 1200 x 600 Millimetern: ab 700 Euro

Je größer und leistungsstärker die Bildheizung sein soll, desto mehr Geld müssen Sie also auch investieren.

Tafelheizung

Auch Tafelheizungen mit Infrarottechnologie sind vergleichsweise günstig. Ein durchschnittliches Modell mit einer Größe von 1200 x 350 Millimetern, das über 320 Watt verfügt, kostet ungefähr 400 Euro. Wenn Sie extravagante Ausstattungshighlights wünschen – wie etwa ein Funkthermostat oder einen extra Rahmen –, dann klettert der Preis aber natürlich in die Höhe.

Dennoch sind IR-Tafelheizung weiterhin günstig; vor allem im Vergleich zu traditionellen Heizlösungen, die obendrein auch noch höhere Wartungskosten verursachen.

Strahler für Garten

Auch Infrarotheizer für den Garten, die Terrasse und den Balkon sind verhältnismäßig günstig. Günstige Modelle erhalten Sie bereits für weniger als 300 Euro. Wenn Sie viel Wert auf eine hohe Qualität und spezielle Ausstattungsextras legen, zahlen Sie zwischen 300 und 1000 Euro.

Zudem gibt es auch Geräte, die über 1000 Euro kosten. Diese finden aber vornehmlich im gewerblichen Segment Verwendung.

Was kosten andere Heizungen?

Um abschätzen zu können, ob Infrarotheizungen nun preiswert oder teuer sind, benötigen Sie zum Vergleich noch Werte von anderen, traditionellen Heizlösungen. Fakt ist: Generell sind Gas- und Ölheizungen teurer in der Anschaffung als Infrarotheizungen. Es müssen Leitungen verlegt und Heizkörper installiert werden.

Zudem sind die Wartungskosten bei Gas- und Ölheizungen deutlich höher. Doch wie sieht es mit den Betriebskosten aus?

Wie teuer sind Gasheizungen?

Im Durchschnitt liegt der Verbrauch für Gasheizungen in Deutschland bei ungefähr 16 Kubikmetern Erdgas beziehungsweise 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Dabei ist das Gas, das für Warmwasser benötigt wird, noch nicht mit eingerechnet.

Um die tatsächlichen Heizkosten zu bestimmen, spielen aber viele Einflussfaktoren eine Rolle. Dazu gehören zum Beispiel der technische Standard des Heizsystems, die aktuellen Kosten für das Erdgas und der energetische Standard des Eigenheims. Auch das eigene Heizverhalten spielt eine wichtige Rolle. In einem alten Haus ist der Gasverbrauch höher, sodass die Heizkosten durchschnittlich teurer sind, als in einem neueren Haus oder in einem Passiv-Haus.

  • In einem Haus mit einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern, das bis 1977 gebaut wurde, können Sie mit Heizkosten in Höhe von 2.864 Euro im Jahr rechnen.
  • Bei Häusern mit Baujahr bis 2002 in derselben Größe liegen die Kosten bei ungefähr 1432 Euro im Jahr.
  • Wenn es sich um ein KfW-Effizienzhaus 70 mit 200 Quadratmetern handelt, können Sie mit Heizkosten von 629,60 Euro im Jahr rechnen. In einem Passiv-Haus derselben Dimension sind es sogar nur 214,80 Euro im Jahr.

Wie teuer sind Ölheizungen?

Bei einer Ölheizung können Sie von Heizkosten in Höhe von 10,96 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr ausgehen. Das sind bei einem 200-Quadratmeter-Haus also 2192 Euro jährlich.

  • Der deutsche Verbrauch an Heizöl liegt bei durchschnittlich 13,6 Litern pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Der Ölverbrauch für die Warmwasserbereitung ist dabei nicht mit berücksichtigt.
  • Die Berechnung erfolgte mit einem Heizölpreis von 6,81 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings schwanken die Heizölpreise, sodass die tatsächlichen Heizkosten sehr davon abhängen, wann Sie Heizöl kaufen. Ein Problem beim Heizen mit Öl ist, dass Sie das Öl für eine Saison immer auf einmal kaufen müssen.

Wie teuer ist das Heizen mit Öfen?

Falls Sie sich für eine Scheitholz-Heizung entscheiden, entstehen Kosten in Höhe von ungefähr 10,45 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.

  • Das sind 2090 Euro an Heizkosten in einem 200-Quadratmeter-Eigenheim. Dieser Preis ergibt sich, wenn man den durchschnittlichen Energieverbrauch eines Einfamilienhauses in Deutschland heranzieht, der bei 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter pro Jahr liegt. Er wird mit dem Scheitholzpreis multipliziert.
  • Gemittelt über die am häufigsten verwendeten Holzarten Fichte und Buche liegt der Preis für Scheitholz bei ungefähr 6,5 Cent pro Kilowattstunde. Zudem entstehen hohe Kosten, wenn der Ofen erst aufgerüstet werden muss.
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