Die Infrarotkabine muss nicht im Keller verschwinden: Moderne Modelle sind wohnlich gestaltet und stehen immer öfter im Schlafzimmer, Badezimmer oder Wohnbereich. Entscheidend sind ein ebener Boden, eine normale Raumtemperatur, eine Steckdose und genug Raumhöhe.
Erfahren Sie hier, worauf Sie bei der Raumwahl achten sollten und was für Dachschräge, Keller und Garten gilt. Welche Kabinengröße zu Ihrem Raum passt, zeigt der Infrarotkabinen-Berater.
Auswahl des Raumes: 6 Tipps zum Aufstellungsort
Damit Sie lange Freude an Ihrer IR-Kabine haben, sollten diese Punkte stimmen:
- Angenehme Raumtemperatur: In der Kabine ist es warm, doch nach der Anwendung treten Sie schwitzend in den Raum. Liegt die Raumtemperatur unter etwa 15 Grad, kühlt der Körper unangenehm schnell aus und die Kabine braucht länger zum Aufwärmen.
- Wohnliche Umgebung: Ein Raum mit Abstellkammer-Charakter lädt nicht zum Entspannen ein. Wählen Sie einen Ort, an dem Sie sich gern aufhalten.
- Ebener, tragfähiger Boden und freie Wege: Die Kabine braucht einen glatten, waagerechten Untergrund. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Bausatz-Elemente durch Flure und Treppenhäuser passen.
- Lüftungsmöglichkeit: Ein Fenster im Raum ist sinnvoll, um nach der Anwendung Feuchtigkeit und verbrauchte Luft abzuführen.
- Stromanschluss: Übliche Kabinen laufen an einer normalen 230-Volt-Steckdose. Der Stromkreis sollte nicht durch weitere Großverbraucher belastet sein.
- Dusche in der Nähe: Nach dem Schwitzen ist eine kurze Dusche angenehm; kurze Wege erhöhen den Komfort.
Wie viel Platz nimmt eine IR-Kabine ein?
Der Platzbedarf einer Infrarotkabine ist vergleichsweise gering. Kleine Modelle begnügen sich mit rund einem Quadratmeter Grundfläche.
- Eine Infrarotkabine für eine oder zwei Personen misst typischerweise 90 mal 90 bis 140 mal 100 Zentimeter. Eckmodelle nutzen die Raumecke und sparen zusätzlich Platz.
- Eine Infrarotkabine für drei bis vier Personen benötigt deutlich mehr Fläche, verbreitet sind 150 mal 110 bis über 200 mal 125 Zentimeter.
Rechnen Sie zusätzlich einige Zentimeter Wandabstand für die Hinterlüftung sowie Platz für die aufschwingende Glastür ein. Wichtig ist auch die Raumhöhe: Hersteller wie Weka verlangen mindestens 2,10 bis 2,20 Meter, damit das Kabinendach montiert werden kann und die Luft über der Kabine zirkuliert. Messen Sie den Wunschort vor dem Kauf exakt aus.
Unterbringung in Dachschräge
Eine Dachgeschosswohnung ist kein Grund, auf die Infrarotkabine zu verzichten. Zwei Wege führen unter die Dachschräge:
- Sie platzieren eine Standardkabine im hohen Bereich des Raums, wo die Mindesthöhe erreicht wird. Die Schräge darf die Kabine dabei nicht berühren.
- Oder Sie lassen eine Kabine passgenau abschrägen. Da jede Dachschräge anders geneigt ist, gibt es dafür keine Bausätze von der Stange, sondern nur Maßanfertigungen, etwa von Axotherm. Das kostet mehr, nutzt den Raum unter der Schräge aber optimal.
Klären Sie bei Maßanfertigungen vorab die Lieferzeit und lassen Sie den Aufstellort vom Hersteller prüfen.
IR-Kabine im Keller
Ein kalter, unbeheizter Keller ist für die Infrarotkabine meist keine gute Wahl:
- Kalte Raumluft verlängert die Aufwärmzeit und erhöht den Stromverbrauch, weil die Kabine über Glas und Holz Wärme an den Raum verliert.
- Nach der Anwendung betreten Sie erhitzt und schwitzend einen kalten Raum. Das ist unangenehm und macht den Erholungseffekt zunichte.
- Feuchtigkeit ist das größte Risiko: In feuchten Kellern älterer Häuser zieht Wasser aus Boden und Mauerwerk in das Kabinenholz. Das schadet dem Material und begünstigt Schimmel; das Umweltbundesamt empfiehlt, Holzeinbauten in dauerfeuchten Räumen zu vermeiden.
Anders sieht es in einem modernen, trockenen und temperierten Keller aus, etwa in einem gedämmten Hobbyraum. Dort spricht nichts gegen die Kabine. Sie kann fest in einer Ecke verbaut oder als mobiles Modell frei aufgestellt werden. Ein Hygrometer hilft, die Luftfeuchte im Blick zu behalten.
Für draußen
Eine normale Infrarotkabine gehört nicht ins Freie. Das Holz ist nicht witterungsbeständig, und durch kühle Außentemperaturen würde das Aufheizen lange dauern und viel Strom kosten.
Für den Garten gibt es speziell konstruierte Outdoor-Infrarotkabinen: gut isolierte, wetterfeste Kabinen ähnlich einem hochwertigen Gartenhaus. Sie sind die teuerste Variante, denn zusätzlich zur robusten Bauweise brauchen Sie eine frostsichere Stromzuleitung über eine Elektrofachkraft sowie regelmäßigen Holzschutz. Ob sich das lohnt und welche Alternativen es gibt, lesen Sie im Ratgeber zur Outdoor-Infrarotkabine.


