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Infrarot Fußbodenheizung: Strahlungswärme aus dem Boden

Es gibt kaum eine andere Heizungsart, die so beliebt ist wie die Fußbodenheizung. Sie sorgt im Winter für einen warmen Fußboden und beugt somit kalten Füßen vor. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie im Raum nicht sichtbar ist, sodass das Raumbild nicht durch unschöne Heizkörper herabgesetzt wird. Eine traditionelle Fußbodenheizung nachzurüsten, ist aber leider oft nur unter hohem Aufwand möglich. Anders verhält es sich, wenn Sie sich für die elektrische Fußbodenheizung mit Infrarottechnologie entscheiden. Sie ist kostengünstig, kann problemlos nachgerüstet werden und ermöglicht ein energieeffizientes Heizen. Zudem verbreitet sie eine wohltuende Wärme im ganzen Raum.

In diesem Beitrag finden Sie alles über Infrarot Fußbodenheizungen, wie sie die Steuerung vornehmen, welcher Untergrund möglich ist, wie Sie die Heizung verlegen und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Infrarot Fussbodenheizung

Vorteile & Steuerung der IR-Fußbodenheizung

Bereits die alten Römer wussten, wie angenehm Fußbodenheizungen sind und nutzten sie in ihren Badethermen. Auch heute findet man diese Art der Flächenheizung noch in vielen Neubauten oder sanierten Altbauten. Die Infrarotheizung als Fußbodenheizung bietet dabei zahlreiche Vorteile.

  1. Sie weist eine geringe Bauhöhe auf, ist besonders preisgünstig und lässt sich einfach einbauen.
  2. Auch die Installationskosten sind daher geringer als bei anderen Heizsystemen.
  3. Zudem ist die durch die IR-Heizung erzeugte Wärme sehr angenehm.

Die Ansteuerung der IR-Fußbodenheizung erfolgt über ein Thermostat. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät, das die aktuelle Raumtemperatur misst und Ihnen die Möglichkeit bietet, die Fußbodenheizung nach Bedarf ein- oder auszuschalten. Sie müssen sich beim Kauf der IR-Fußbodenheizung für ein entsprechendes Thermostat entscheiden, damit Sie die Heizung regeln und steuern können. Am beliebtesten sind dabei Funkthermostate, weil sie eine kabellose Steuerung ermöglichen.

Für welchen Untergrund eignen sich IR-Fußbodenheizungen?

Eine Infrarot Fußbodenheizung eignet sich prinzipiell für jeden Untergrund.

Sie kann unter Teppich, Parkett, Laminat und Fließen verlegt werden.

Der Praxis Test anderer Verbraucher zeigte allerdings, dass bei folgenden Belägen Vorsicht geboten ist:

  • Linoleum
  • PVC
  • Kork
  • Teppich

Diese Bodenbeläge sind zu weich und dünn, sodass die Heizfolie nicht vor zu starker punktueller Belastung geschützt werden kann. Ein herunterfallender Schraubenzieher oder eine Schere könnten den Oberbelag durchstoßen und auch die Heizfolie beschädigen.

Wenn Sie dennoch unter einem dieser Beläge eine IR-Fußbodenheizung verlegen möchten, sollten Sie zunächst MDF-Platten zwischen Oberbelag und Dampfsperrfolie anbringen. Diese müssen eine Stärke von wenigstens zwei bis drei Millimetern aufweisen. Auf diese Weise entsteht ein zusätzlicher Schutz, der dafür sorgt, dass die Heizfolie im Alltag nicht beschädigt werden kann.

Wie wird die IR-Fußbodenheizung verlegt?

Infrarot-Fußbodenheizungen sind meist Heizfolien oder Heizunterlagen, die sich sehr einfach verlegen lassen. Befolgen Sie dabei lediglich die folgenden Punkte:

Schritt 1: Vorbereitung

  • Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, müssen Sie aber sicherstellen, dass der Untergrund eben ist.
  • Zudem sollte er von Schmutz, Staub und Dreck befreit werden. Entfernen Sie alle spitzen Gegenstände, die zu Beschädigungen der Folie führen könnten.
  • Als Untergrund eignet sich Estrich am besten. Aber auch alte Fliesen, ein alter Teppich oder Linoleum bildet einen guten Untergrund für eine IR-Fußbodenheizung.

Schritt 2: Trittschalldämmung

Im nächsten Schritt verlegen Sie die Trittschalldämmung. Sie sollte vier bis fünf Millimeter stark und für Fußbodenheizungen geeignet sein.

  • Messen Sie den Fußboden gründlich aus und legen die Platten für die Trittschalldämmung zur Probe im Raum aus.
  • Zeichnen Sie auf die Dämmplatten, die zugeschnitten werden müssen, mit einem Stift die Schnittkanten. Die Platten lassen sich gut mit einem scharfen Messer oder einem Cutter zuschneiden.
  • Danach beginnen Sie an der Wand mit der Verlegung der Trittschalldämmplatten und fixieren sie dort mit etwas Klebeband.
  • Anschließend wird die nächste Dämmplatte mit Kleber auf der unteren Seite fixiert und bündig an die vorhergehende Platte angefügt. So gehen Sie Schritt für Schritt vor, bis Sie die gesamten Dämmplatten verlegt haben.

Schritt 3: Infrarotheizbahnen

Sobald die Trittschalldämmung verlegt ist, beginnen Sie mit der Auslegung der Infrarotheizbahnen.

  • Fangen Sie dabei an der Wand im Raum an, die am längsten ist. So minimieren Sie den Anschlussaufwand für Kabel und ähnliches.
  • Wie Sie bei der Verlegung der Heizbahnen konkret vorgehen, entnehmen Sie dem Handbuch oder der mitgelieferten Anleitung.
  • Meist muss ein Mindestabstand zur Wand und ein Abstand zwischen den einzelnen Bahnen eingehalten werden.
  • Die Folien werden in der Regel schwimmend verlegt und dürfen niemals überlappen. Ein Abstand von zwei bis drei Zentimetern zwischen den einzelnen Bahnen ist anzuraten.
  • Mitunter müssen die Heizbahnen gekürzt werden. Das ist aber nicht bei allen Heizunterlagen möglich, sodass Sie sich hier unbedingt an die Anweisungen des Herstellers halten sollten.
  • Verlegen Sie die Heizbahnen an allen gewünschten Stellen.
  • Der Anschluss der IR-Fußbodenheizung sollte nur von einem Fachmann erfolgen, der über die entsprechenden Erfahrungen verfügt.

Unterschiede zwischen Infrarot und elektrischer Fußbodenheizung

Wenn Sie mit einer Infrarotheizung Fußboden und Räume erwärmen, profitieren Sie von allerhand Vorteilen im Vergleich zur elektrischen Fußbodenheizung.

Die Infrarot-Variante ist in der Anschaffung preiswerter als die elektrische Ausführung, äußerst günstig im Verbrauch und bietet ein besonders angenehmes Wärmegefühl.

Hochwertige IR-Fußbodenheizungen stehen auch in puncto Aufheizzeit der elektrischen Variante in nichts nach. Wie schnell sich der Fußboden aufwärmt, hängt aber vom konkreten Einzelfall ab: Besteht der Boden aus Holz oder Beton? Welche Trittschalldämmung wurde verlegt? Welcher Bodenbelag liegt über der Heizung? Wie leistungsstark ist die Infrarot-Heizfolie? Dementsprechend kann die Aufwärmzeit in ein paar Minuten abgeschlossen sein, aber auch bis zu einer Stunde betragen.

Ein Vorteil besteht außerdem darin, dass die IR-Fußbodenheizungen nicht wie andere Heizlösungen die Luft erwärmen. Sie ist ein schlechter Wärmeträger, weshalb das Heizen wenig effizient ist. Eine IR-Heizfolie hingegen arbeitet mit Strahlungswärme und ist deshalb kostengünstiger im Verbrauch. Wie viel Sie für das Heizen mit einer IR-Fußbodenheizung zahlen, richtet sich nach der Leistung der Folie.

Infrarot Fußbodenheizung kaufen

Wie oben beschrieben, können auch Privatpersonen die IR-Fußbodenheizung verlegen. Wenn Sie eine Infrarot Fußbodenheizung kaufen möchten, finden Sie im Folgenden Angebote von Amazon. Wählen Sie zunächst die geeignete Bodenfläche anhand der Quadratmeter aus.

Welche Hersteller gibt es?

Hergestellt werden Infrarot-Fußbodenheizungen unter anderem von folgenden Unternehmen:

  • Infrared
  • TF-Fußbodenheizungen
  • Redwell
  • Infranomic

Sie sind für qualitative Infrarotheizungen bekannt, sodass Sie ohne Bedenken bei einem dieser Hersteller eine IR-Fußbodenheizung kaufen können.

Wie teuer sind Infrarot-Fußbodenheizungen?

Die Kosten für die Anschaffung einer Fußbodenheizung mit Infrarot sind äußerst günstig. Preiswerte Varianten sind schon ab 15 Euro pro Quadratmeter erhältlich.

Die Fußbodenheizungen mit IR-Technologie arbeiten im Niedertemperaturbereich, sodass sie die 30-Grad-Markenicht überschreiten. Dementsprechend günstig sind sie auch im Verbrauch.

  • Sofern Sie ein 10 Quadratmeter großes Zimmer mit einer Heizfolie heizen, die 130 Watt pro Quadratmeter leistet, liegt der Verbrauch bei 1,3 Kilowattstunden.
  • Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 25 Cent zahlen Sie mit der IR-Fußbodenheizung also 32,5 Cent pro Stunde. Wenn die Heizung vier Stunden am Tag läuft, belaufen sich die Stromkosten auf lediglich 1,30 Euro täglich.

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