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Infrarot Fußbodenheizung: Strahlungswärme aus dem Boden

Es gibt kaum eine andere Heizungsart, die so beliebt ist wie die Fußbodenheizung. Sie sorgt im Winter für einen warmen Fußboden und beugt somit kalten Füßen vor. Traditionelle Fußbodenheizung können allerdings nur mit hohem Aufwand nachgerüstet werden. Anders verhält es sich, wenn Sie sich für die elektrische Fußbodenheizung mit Infrarottechnologie entscheiden. Sie ist kostengünstig, kann problemlos nachgerüstet werden und ermöglicht ein energieeffizientes Heizen.

In unserem Ratgeber finden Sie Tipps und Hintergründe über Infrarot Fußbodenheizungen: Wie wird die IR-Fußbodenheizung verlegt, wie teuer ist sie, wo ist der Unterschied zu einer klassischen Fußbodenheizung, auf was sollte man beim Kauf achten.

Tipps zum Kauf einer IR-Fußbodenheizungen

Bevor Sie einen Kauf tätigen, versuchen wir entscheidende Fragestellungen und Antworten dazu bereit zu stellen.

  1. Wie teuer ist eine IR-Fußbodenheizung?
  2. Vorteile & Steuerung der IR-Fußbodenheizung
  3. Für welche Untergründe ist sie geeignet
  4. Wie werden die IR-Heizfolien verlegt?
  5. Eignet sich eine andere Art von Fußbodenheizungen noch besser?

Lesen Sie weiter – im Folgenden stellen wir Details zu genau diesen Punkten vor.

Wie teuer sind Infrarot-Fußbodenheizungen?

Die Kosten für die Anschaffung einer Fußbodenheizung mit Infrarot sind äußerst günstig. Preiswerte Varianten sind schon ab 15 Euro pro Quadratmeter erhältlich. Die Fußbodenheizungen mit IR-Technologie arbeiten im Niedertemperaturbereich, sodass sie die 30-Grad-Markenicht überschreiten. Dementsprechend günstig sind sie auch im Verbrauch.

  • Sofern Sie ein 10 Quadratmeter großes Zimmer mit einer Heizfolie heizen, die 130 Watt pro Quadratmeter leistet, liegt der Verbrauch bei 1,3 Kilowattstunden.
  • Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 25 Cent zahlen Sie mit der IR-Fußbodenheizung also 32,5 Cent pro Stunde. Wenn die Heizung vier Stunden am Tag läuft, belaufen sich die Stromkosten auf lediglich 1,30 Euro täglich.

Tipp: Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie die Fußbodenheizung als Primär- oder Sekundärheizung einsetzen. Weiterhin sollten Sie immer langfristig denken und neben den Anschaffungskosten auch die laufenden Strom- bzw. Betriebskosten einkalkulieren.

Vorteile & Steuerung der IR-Fußbodenheizung

Bereits die alten Römer wussten, wie angenehm Fußbodenheizungen sind und nutzten sie in ihren Badethermen. Auch heute findet man diese Art der Flächenheizung noch in vielen Neubauten oder sanierten Altbauten. Die Infrarotheizung als Fußbodenheizung bietet dabei zahlreiche Vorteile.

  1. Sie weist eine geringe Bauhöhe auf, ist besonders preisgünstig und lässt sich einfach einbauen.
  2. Auch die Installationskosten sind daher geringer als bei anderen Heizsystemen.
  3. Zudem ist die durch die IR-Heizung erzeugte Wärme sehr angenehm.

Steuerung der Heizung:

Die Ansteuerung der IR-Fußbodenheizung erfolgt über ein Thermostat. Es handelt sich dabei um ein kleines Gerät, das die aktuelle Raumtemperatur misst und Ihnen die Möglichkeit bietet, die Fußbodenheizung nach Bedarf ein- oder auszuschalten. Sie müssen sich beim Kauf der IR-Fußbodenheizung für ein entsprechendes Thermostat entscheiden, damit Sie die Heizung regeln und steuern können.

Tipp: Am beliebtesten sind dabei Funkthermostate, weil sie eine kabellose Steuerung ermöglichen.

Für welchen Untergrund eignen sich IR-Fußbodenheizungen?

Eine Infrarot Fußbodenheizung eignet sich prinzipiell für jeden Untergrund.

Sie kann unter Teppich, Parkett, Laminat und Fließen verlegt werden.

Der Praxis Test anderer Verbraucher zeigte allerdings, dass bei folgenden Belägen Vorsicht geboten ist:

  • Linoleum
  • PVC
  • Kork
  • Teppich

Diese Bodenbeläge sind zu weich und dünn, sodass die Heizfolie nicht vor zu starker punktueller Belastung geschützt werden kann. Ein herunterfallender Schraubenzieher oder eine Schere könnten den Oberbelag durchstoßen und auch die Heizfolie beschädigen.

Wenn Sie dennoch unter einem dieser Beläge eine IR-Fußbodenheizung verlegen möchten, sollten Sie zunächst MDF-Platten zwischen Oberbelag und Dampfsperrfolie anbringen. Diese müssen eine Stärke von wenigstens zwei bis drei Millimetern aufweisen. Auf diese Weise entsteht ein zusätzlicher Schutz, der dafür sorgt, dass die Heizfolie im Alltag nicht beschädigt werden kann.

Tipp: Je nach Material unterscheidet sich die Aufheizdauer sowie die Übertragung der Wärme erheblich. Achten Sie daher genau auf die Produktbeschreibung ob Ihr Untergrund auch geeignet ist. Fragen Sie bei Bedarf beim Hersteller nach.

Wie wird die IR-Fußbodenheizung verlegt?

Infrarot-Fußbodenheizungen sind meist Heizfolien oder Heizunterlagen, die sich sehr einfach verlegen lassen. Befolgen Sie dabei lediglich die folgenden Punkte:

Schritt 1: Vorbereitung

  • Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, müssen Sie aber sicherstellen, dass der Untergrund eben ist.
  • Zudem sollte er von Schmutz, Staub und Dreck befreit werden. Entfernen Sie alle spitzen Gegenstände, die zu Beschädigungen der Folie führen könnten.
  • Als Untergrund eignet sich Estrich am besten. Aber auch alte Fliesen, ein alter Teppich oder Linoleum bildet einen guten Untergrund für eine IR-Fußbodenheizung.

Schritt 2: Trittschalldämmung

Im nächsten Schritt verlegen Sie die Trittschalldämmung. Sie sollte vier bis fünf Millimeter stark und für Fußbodenheizungen geeignet sein.

  • Messen Sie den Fußboden gründlich aus und legen die Platten für die Trittschalldämmung zur Probe im Raum aus.
  • Zeichnen Sie auf die Dämmplatten, die zugeschnitten werden müssen, mit einem Stift die Schnittkanten. Die Platten lassen sich gut mit einem scharfen Messer oder einem Cutter zuschneiden.
  • Danach beginnen Sie an der Wand mit der Verlegung der Trittschalldämmplatten und fixieren sie dort mit etwas Klebeband.
  • Anschließend wird die nächste Dämmplatte mit Kleber auf der unteren Seite fixiert und bündig an die vorhergehende Platte angefügt. So gehen Sie Schritt für Schritt vor, bis Sie die gesamten Dämmplatten verlegt haben.

Schritt 3: Infrarotheizbahnen

Sobald die Trittschalldämmung verlegt ist, beginnen Sie mit der Auslegung der Infrarotheizbahnen.

  • Fangen Sie dabei an der Wand im Raum an, die am längsten ist. So minimieren Sie den Anschlussaufwand für Kabel und ähnliches.
  • Wie Sie bei der Verlegung der Heizbahnen konkret vorgehen, entnehmen Sie dem Handbuch oder der mitgelieferten Anleitung.
  • Meist muss ein Mindestabstand zur Wand und ein Abstand zwischen den einzelnen Bahnen eingehalten werden.
  • Die Folien werden in der Regel schwimmend verlegt und dürfen niemals überlappen. Ein Abstand von zwei bis drei Zentimetern zwischen den einzelnen Bahnen ist anzuraten.
  • Mitunter müssen die Heizbahnen gekürzt werden. Das ist aber nicht bei allen Heizunterlagen möglich, sodass Sie sich hier unbedingt an die Anweisungen des Herstellers halten sollten.
  • Verlegen Sie die Heizbahnen an allen gewünschten Stellen.
  • Der Anschluss der IR-Fußbodenheizung sollte nur von einem Fachmann erfolgen, der über die entsprechenden Erfahrungen verfügt.

Tipp: Mit ein wenig Fingergeschick können Sie die IR-Fußbodenheizung selbst verlegen. Es gilt aber: Immer zu zweit, nicht alleine. Weiterhin sollte alles was mit Elektrik (also das Anschließen) zu tun hat, von einem Fachmann durchgeführt werden. Lesen Sie auch unbedingt die Anleitung des Herstellers, damit keine Gefahr der Überhitzung besteht.

Andere Arten von Fußbodenheizungen

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Fußbodenheizungen: Wasserleitungen, Heizspiralen oder Heizfolien.

  1. Wasser: Warmes Wasser strömt durch Leitungen im Fußboden. Hier gibt es das sogenannte Trocken- und das Nasssystem. Eine schnelle Aufheizung, jedoch auch hohe Installationskosten – insbesondere beim Nachrüsten sind typisch.
  2. Elektrische Heizspiralen: Über Heizkabel wird die Wärme erzeugt. und nah an der Fußbodenoberfläche abgegeben.
  3. Heizfolien: Auch ganze Heizfolien können unter den Fußbodenbelägen verlegt werden. Hier gibt es auch Infrarot-Fußbodenheizungen.

Diese Frage kann nur abhängig von der Ausgangssituation beantwortet werden:

  • Geht es um einen Neubau oder eine Nachrüstung? Nachrüsten ist bei Wasserleitungen immer sehr aufwändig.
  • Gibt es Restriktionen bezogen auf die Fußbodenaufbauten? Denn eine Folie hat etwa eine geringere Dicke als Wasser-Fußbodenheizungen.
  • Wie viel möchten Sie investieren? Wie wichtig ist Ihnen die Aufheizzeit?

  • Nachrüsten: Das Nachrüsten einer Fußbodenheizung ist eigentlich nur mit elektrischen Fußbodenheizungen möglich. Eine Wasser-Fußbodenheizung nach zu rüsten ist sehr teuer.
  • Wartung: Mit Wasser beheizte Fußbodenheizungen müssen hin und wieder gespült werden. Dadurch werden sie frei von Rost, Kalk und sonstigen Fremdkörpern. Elektro-Heizungen sind nahezu wartungsfrei, es kann sein, dass einzelne Heizdrähte bzw. -folie nach längerer Nutzung kaputt gehen und gewechselt werden.
  • Effizienz & Kosten: Die Anschaffungskosten bei einem Neubau liegen bei Wasserheizungen höher als bei Heizfolien. Auch der Aufwand diese zu verlegen ist höher. Aber langfristig arbeiten Sie effizienter und sind im Betrieb damit auch günstiger.

Tipp: Hier sollten Sie den Ratschlag eines Fachmanns hinzuziehen. Denn bei einer Umrüstung oder einem Neubau entstehen hohe Kosten. Da sollte die gewählte Lösung perfekt zu ihrem Vorhaben passen.

Infrarot Fußbodenheizung kaufen

Wie oben beschrieben, können auch Privatpersonen die IR-Fußbodenheizung verlegen. Wenn Sie eine Infrarot Fußbodenheizung kaufen möchten, finden Sie im Folgenden Angebote von Amazon. Wählen Sie zunächst die geeignete Bodenfläche anhand der Quadratmeter aus.

FAQ zu IR-Fußbodenheizungen

Hier sammeln wir häufige Fragen über Infrarot Fußbodenheizungen und beantworten sie.

Infrarot Fussbodenheizung

Welche Hersteller gibt es?

Hergestellt werden Infrarot-Fußbodenheizungen unter anderem von folgenden Unternehmen:

  • Infrared
  • TF-Fußbodenheizungen
  • Redwell
  • Infranomic

Sie sind für qualitative Infrarotheizungen bekannt, sodass Sie ohne Bedenken bei einem dieser Hersteller eine IR-Fußbodenheizung kaufen können.

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