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Infrarotgrill: Varianten, Vor- und Nachteile & Grill-Vergleich

Ein Infrarotgrill arbeitet – wie der Name bereits andeutet – mit Infrarotstrahlung und nicht wie traditionelle Holzkohle- und Gasgrills mit Konvektionswärme. Nicht nur im privaten Bereich sind diese Grills aufgrund ihrer Vorzüge gefragt, auch in der Gastronomie sind sie weit verbreitet.

Lesen Sie hier mehr über die modernen IR-Grills, Vorteile, ihre Funktionsweise und die Ausstattungsbesonderheiten.

Infrarotgrill

Infrarotgrill-Vergleich mit Holz- & Gasgrills: 5 wesentliche Unterschiede

Ein Infrarotgrill unterscheidet sich maßgeblich von den herkömmlichen Grillformen wie Gas- und Holzkohlegrills, weil hierbei nicht mit Konvektionswärme gegrillt wird, sondern mit Strahlungswärme.

Während klassische Grills die Luft erwärmen, entsteht beim IR-Grill die Erhitzung erst beim Auftreffen der IR-Strahlung.

  • Das heißt, dass nur das Grillgut erwärmt wird. Vergleichbar ist die Wärme des IR-Grills mit der Hitze, die von der Sonne erzeugt wird: Auch Sonnenstrahlen erwärmen nicht die Luft, sondern den Erdboden, die Natur und die Menschen.
  • Deshalb können Sie sich im Winter, auch wenn Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschen, im T-Shirt in die Sonne setzen, ohne dabei zu frieren. Die IR-Strahlung eines Infrarotgrills ist für den Menschen demnach nicht gefährlich, sondern ganz im Gegenteil: Sie ist sogar gesund und kommt für viele Therapieanwendungen in der Medizin zum Einsatz.

Beim Grillen mit IR-Strahlen wird das Grillgut unterschiedlich stark erhitzt.

  • Mit einem Infrarotgrill mit Gas lassen sich höhere Temperaturen erzielen als mit einem Infrarotgrill mit Elektrobetrieb. Bei beiden Varianten kommt es dank der besonderen Kombination aus Brennerkonstruktion und Wärmestrahlung zu einer Reduzierung der Luftzirkulation.
  • Das hat zur Folge, dass die Feuchtigkeitsbarriere Ihres Grillguts nicht zerstört wird. Das Fleisch behält also seinen Saft und ist daher besonders zart und saftig.

Im direkten Vergleich zu normalen Holzkohle- und Gasgrills weisen Infrarotgrills einige Unterschiede auf.

  • Während es gerade beim Holzkohlegrill zu einer starken, nicht gerade gesunden Rauchentwicklung kommt, gelingt die Zubereitung des Grillguts mit dem IR-Grill völlig ohne Rauch.
  • Aus diesem Grund sind viele Modelle auch für den Indoor-Einsatz geeignet. Zudem benötigen Sie zum Braten kein Fett und können Fleisch, Gemüse und Fisch schonend garen.
  • Die Vitamine bleiben beim IR-Grill in der Regel besser erhalten als bei Gas- und Holzkohlegrills. Insgesamt gilt das Grillen mit Infrarotgrill aus diesen Gründen als gesünder als das Brutzeln mit anderen Grillformen.

Der Infrarotbrenner Grill unterscheidet sich aber noch durch einen weiteren, wesentlichen Aspekt von traditionellen Grillarten: Er ist extrem energiesparend.

  • Dank der energieeffizienten Funktionsweise benötigt ein IR-Grillgerät etwa ein Drittel weniger Energie als beispielsweise ein normaler Gasgrill.
  • Dazu kommt noch, dass die hungrigen Grillgäste bei der nächsten Grillparty auch schneller gesättigt werden können, denn: Dank der Infrarothitze verkürzt sich die Garzeit von Fleisch, Fisch und Gemüse ungefähr um die Hälfte.
  • Auch das spart natürlich wieder Energie, weil der IR-Grill nicht so lange laufen muss wie ein Holzkohle- oder Gasgrill.

In puncto Sicherheit unterscheidet sich der IR-Grill ebenfalls maßgeblich von anderen Grillformen.

  • Denn zum Grillen mit einem IR-Grill benötigen Sie weder Fett noch offenes Feuer. Dementsprechend ist das Sicherheitsrisiko geringer, weil keine Flammen aufschlagen.
  • Zudem werden gerade die Elektro IR-Grills (an der Verkleidung) nicht so heiß wie Gas- und Holzkohlegrills und erzeugen nur wenig Nachwärme. Die Gefahr für Verbrennungen ist beim Infrarotgrill daher äußerst gering.

Einige Modelle sind mobil und lassen sich bei einem plötzlichen Regenschauer daher problemlos an einen anderen Ort bringen. So muss Ihre Grillparty wegen ein paar Regentropfen nicht gleich ins Wasser fallen.

Vor- und Nachteile von Infrarotgrills im Überblick

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile von Grills mit Infrarottechnologie noch einmal für Sie zusammengefasst.

Die Vorteile überwiegen dabei ganz deutlich:

  • Kein Rauch oder Elektrosmog wird erzeugt
  • Eine fettarme oder fettfreie Zubereitung ist möglich
  • Vitamine, Mineralstoffe und Feuchtigkeit bleiben beim Grillen erhalten
  • Hohe Grilltemperatur wird in kurzer Zeit erreicht
  • Verbraucht etwa ein Drittel weniger Energie als andere Grillarten
  • Geringerer Arbeitsaufwand, da kein Anfeuern oder ähnliches erforderlich ist
  • Sehr sauberes Grillen, weil es weder Ruß noch Schmutz gibt
  • Die Säuberung des IR-Grills nach dem Grillspaß gestaltet sich viel einfacher
  • Geringes Verletzungsrisiko, weil es kein offenes Feuer gibt
  • Flexible Handhabung, denn viele Geräte sind innen und außen gleichermaßen verwendbar

Dieser Vielzahl an Vorteilen stehen nur sehr wenige Nachteile gegenüber:

  • IR-Grills sind je nach Betriebsart und Größe meist teurer als traditionelle Modelle
  • Mit einem Elektro IR-Grill sind lediglich niedrige Temperaturen erzielbar

Sofern Sie mit diesen zwei Nachteilen leben können, sind Sie mit einem IR-Grill auf jeden Fall gut  beraten.

Checkliste: 3 Varianten beim Kauf

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Elektro- und Gas-Infrarotgrills.

  • Gasbetriebene Infrarotgrills sind dabei schon länger erhältlich. So gibt es einige herkömmliche Gasgrills, die mit einer speziellen Zone ausgestattet sind, in der Sie Ihr Grillgut mit IR-Technologie erhitzen können.
  • Seit einigen Jahren werden aber auch strombetriebene IR-Grills angeboten. Hierbei erwärmt sich das Grillgut von innen nach außen mit einer Temperatur von maximal 100 Grad Celsius. Das hat den Vorteil, dass es nicht so leicht austrocknet, sondern seine Feuchtigkeitsbarriere behält.
  • Darüber hinaus werden weitere Kombigeräte angeboten, die auch zum Überbacken, Warmhalten und Gratinieren geeignet sind.

Infrarotgrills sind in vielen verschiedenen Varianten erhältlich. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl spielt das Material.

  • Stabil und hochwertig sind Modelle aus Stahl. Es gibt aber auch Varianten, bei denen der Rost aus Gusseisen besteht.
  • Unterschiede gibt es zudem beim Brenner. Meist wird hierfür Keramik verwendet, weil es der hohen Temperaturentwicklung standhalten kann. Häufig sind IR-Grills daher auch zusätzlich mit Keramik beschichtet.

Wichtig ist auch, die passende Größe auszuwählen.

  • Im Handel finden Sie einige sehr große IR-Grills, die jedoch eigentlich für den gewerblichen Bereich gedacht sind. Mit ihnen ist es möglich, mehrere Personen in kurzer Zeit mit hochwertigem Grillgut zu versorgen. Allerdings sind derartige XXL-Infrarotgrills für die meisten Privatmenschen zu teuer.
  • Kompakte Varianten für bis zu fünf Personen sind da deutlich preiswerter und platzsparender. Selbst als praktische Tischgrills werden die Infrarot-Grillgeräte heutzutage angeboten.

Infrarotgrill kaufen

Wenn man einmal mit einem Infrarotgrill gegrillt hat, möchte man es nicht mehr missen. Sollten Sie einen Infrarotgrill kaufen wollen, bietet es sich an zunächst einen Überblick über das Angebot zu bekommen. Anbei finden Sie eine Auswahl an beliebten Modellen.

Welche Hersteller gibt es auf dem Markt?

Wer einen IR-Grill kaufen möchte, wird schnell merken, dass entsprechende Modelle von verschiedenen Herstellern angeboten werden. In unabhängigen Tests schneiden insbesondere die IR-Grills von folgenden Herstellern gut ab:

  1. Char Broil wurde 1992 gegründet und ist in Nordeuropa der größte Grillhersteller. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich dieses Unternehmen auch der Herstellung von IR-Grills widmet.
  2. Der Name Weber ist jedem Grillfreund ein Begriff, weil dieses im Jahre 1893 gegründete Unternehmen als Erfinder des Kugelgrills gilt.
  3. Napoleon hingegen wurde 1976 ins Leben gerufen und konzentriert sich von Anfang an auf die Entwicklung von IR-Grills.

Kann man einen IR Grill selber bauen?

Im Internet kursieren ein paar Anleitungen, die Sie verwenden können, um einen IR-Grill selber zu bauen. Dafür benötigen Sie einen Infrarot-Gasbrenner. Er erhitzt das Grillgut von oben. Allerdings empfehlen wir es Laien nicht, selbst einen IR-Grill zu bauen. Dabei können hohe Temperaturen entstehen, weshalb unbedingt hitzebeständige Materialien verwendet werden müssen. Zudem müssen bestimmte Abstände berücksichtigt werden, um eine sichere Handhabung zu gewährleisten.

Die Infrarotstrahlen dienen dazu, Gemüse, Fisch und Fleisch von oben zu garen. Beliebt ist der Infrarotgrill vor allem wegen der Tatsache, dass ein fettarmes Grillen möglich ist. Gesundheitsbewusste Menschen entscheiden sich daher gerne für den Infrarot-Grill. Dazu kommt noch, dass beim Grillen mit dem IR-Grill kein Rauch entsteht. Bratwürste und Steaks kommen nicht mit der eigentlichen Wärmequelle in Kontakt, weshalb nicht das Risiko dafür besteht, dass Teile der Speisen ankleben und anbrennen.

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